Samstag, 30. Oktober 2010

Restaurant Piman Thai


Gestern besuchte ich das Restaurant Piman Thai - eigentlich eine gute Idee und sogar etwas zu früh, wie meine Begleitung und ich fanden... Falsch gedacht - das Restaurant war rappelvoll und lustiger- respektive frecher- und verblüffenderweise sagte uns die nette zierliche thailändische Dame bei der Begrüssung: "Aben sie reserviert? Nein? Dann abe ich leide nicht.. abe dann vielleicht wolle sie sitzen an Boden? Könnte ich anbieten!" ... Ehm, hab ich was in den Ohren? Als ich meinen Kumpel anschaue merke ich, dass ich mir nicht den Gehörgang ausbohren lassen sollte!!!


Ich schaute heute auf der Website nach, wie der schweizerische Restaurant-
besitzer und seine thailändischen Servierdüsen ihr Restaurant präsentieren -
alles solala,wie das Essen auch... und wo bitte ist denn dieser Platz am
Boden, wo wir hätten essen sollen?!?)


Schliesslich fand die lustige Thai dann doch noch einen Tisch für uns, und obwohl in einer kleinen Nische und deshalb ziemlich ab vom Fenster wars ein wunderschöner Abend mit tollen Gesprächen und erfreulichen Informationen!

Mit dem Wissen, dass es Freunde gibt, die einem unglaublich wichtig sind und es immer sein werden, lief ich Richtung Bern Bahnhof und später schlief ich mit einem Schmunzeln in meinem Gesicht mit einem inneren Seelenfrieden ein...

Freitag, 29. Oktober 2010

Tabak

"Dieses Kraut reinigt Gaumen und Haupt, vertreibt die Schmerzen und Müdigkeit, stillet das Zahnweh, behütet den Menschen vor Pest, verjaget die Läuse, heilet den Grind, Brand, alte Geschwüre, Schaden und Wunden."

1492 durch Christoph Kolumbus entdeckt und wahrscheinlich auch ursprünglich vom amerikanischen Kontinent stammend wurde die Pflanze nach Europa exportiert und fand hier grossen Anklang als "Heilpflanze".... Die ganze Geschichte über den Tabak ist äusserst spannend, v.a. wenn man eigentlich dabei sein sollte, das Bronchialkarzinom und dessen Ätiologie und Therapie in die Hirnwindungen zu pressen. Interessant, wie sich das Wissen über die Wirkung von Tabak über die Jahre ändert - früher als Heilpflanze, heute als einer der kanzerogensten Stoffe: statistisch gesehen erkrankt jeder 20. Mann an einem Bronchialkarzinom, 50% der Raucher, die in der Jugend die Freude an den Glimmstängeln entdeckten, sterben im mittleren Alter aufgrund eines Lungenkrebs! ........ Wie wohl das Wissen über "Nicotinia tabacum" in Zukunft aussehen wird?

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Level Orange: CHECK!


... und der Tag hört so schön auf wie er angefangen hat...

Alt und Neu - Wehmut

Zugegeben, ein bisschen Wehmut erreicht mich schon, wenn ich mit solchen Morgenstimmungen in den Tag begrüsst werde und daran denke, bald nicht mehr hier zu wohnen... Es gibt eben immer positive und negative Aspekte an einer Veränderung...




Chirurgie...

... oder die Faszination für Schneiden und Nähen!



Schön siehts nicht aus und als Handmodel für Werbung für Hochzeitsringe kann man nach einer Annähung des Amputats mit dieser Hand wohl nicht mehr arbeiten, aber so etwas kann wieder einmal funktionieren! Wer hätte das gedacht!



Mittwoch, 27. Oktober 2010

Staatsball

6 Jahren intensives Medizinstudium, 7 Monate Lernterror mit emotionalen Höhen- und Tiefenflügen, insgesamt 29 schriftliche und mündliche Prüfungen, der Titel "Arzt" - das muss ordentlich gefeiert werden, und zwar mit einem Staatsball! Glanz, Glamour, Party, Wine&Dine... Ich hoffe nun, dass der Abend so erfolgreich wird wie angepriesen!


Bleibt nur noch die Frage des Kleids und der dazupassenden Schuhe, denn es ist WINTER...  !!!

Dienstag, 26. Oktober 2010

Organspende

In der Schweiz sind über 1000 Menschen auf der Warteliste für ein Organ, zwei Drittel davon sind Nierenpatienten. Es gibt immer mehr Patienten, die während der Wartezeit auf ihr Organ versterben... Schade eigentlich, könnte man doch bei einer höheren Anzahl an Spendern etlichen Menschen helfen, ihr genetisch-, alters-, tumorös- oder infektionsbedingt nicht mehr adäquat funktionierendes Organ zu ersetzen und ihnen somit ein neues, vielleicht sogar noch langes Leben zu ermöglichen.

Wieso man hierzulande nicht eine Krankenkassenprämienreduktion einführt, wie sie bereits in den Niederlanden existiert (10% Reduktion auf der Krankenkassenprämie, wenn ein Bürger einer Organentnahme nach seinem Tod zustimmt!), bleibt mir ein Rätsel! Somit könnte man bestimmt eine beträchtliche Anzahl an Menschen motivieren, sich einen Organspenderausweis machen zu lassen und durch eine allfällige Spende einem anderen Menschen und dessen Umfeld ein neues Leben zu schenken.

  • Was ist schon ein Organ nach dem Tod? Ist es die Vorstellung, nach dem Tod aufgeschnitten zu werden, die einen daran hindert einen Ausweis ausstellen zu lassen? Bei einer Operation wird man doch auch aufgeschnitten!
  • Hat man Angst, nicht mehr vollständig zu sein nach einer Organspende? Obwohl man danach ohnehin verbrannt wird oder unter einigen Kilos Erde begraben wird?
  • Hat man eine vegetarische oder allzu tierliebende Haltung und deswegen Mitleid mit allen Krabbeltieren und Regenwürmern, die nach einer Organspende einen Leckerbissen weniger auf ihrem Speiseplan haben?
  • Will man es den Freunden und Familie nicht antun, einen aufgeschlitzten und entstellten Verstorbenen ansehen zu müssen? (Kleiner Hinweis: jeder Organspender wird so "wieder hergestellt", dass nichts zu sehen ist, es sei denn man möchte den Verstorbenen noch unbedingt einmal nackt sehen..)
  • Wieso hilft man einem Menschen, der aufgrund eines akuten Herzinfarkts gerade zusammengesackt ist und gleichzeitig îst nicht bereit dazu, nach dem eigenen Tod ebenfalls Leben zu retten mit einer kleinen Organspende?
  • Ist es purer Egoismus unserer verdorbenen Gesellschaft? Immer nehmen und an sich reissen, aber sobald um's Geben und Aufopfern geht, zieht man den Schw*** ein?
Keine Ahnung... Aber die Prämienreduktion wäre echt eine gute Sache.  Ich bin gespannt, was sich Politiker, Swisstransplant und die Krankenkassen dazu überlegen werden!