Kinder, wenn in eurem Hirn die Kapillaren aussehen wie auf folgenden Bildern, habt ihr einen Blutdruck, der nicht nur ein bisschen zu hoch ist. Spätestens dann solltet ihr Blutdruck-Medikamente einnehmen (okay, in diesem Falle war dies ohnehin schon zu spät - ihr wisst ja, wo ich arbeite...).
Fig.1: Hirn-Autopsie einer 80-jährigen Patientin
Fig.2: Hirnautopsie einer 80-jährigen Patientin
Was ist normal?
Ein Gefässquerschnitt
Was stimmt hier nicht?
Mehrfache Querschnitte eines Gefässes. Diese mehrfachen Anschnitte eines Gefässes entstehen dadurch, dass sich die Gefässe durch den hohen Blutdruck zu kringeln beginnen. Der pathologisch-diagnostische Name dafür: "zerebraler Mikroangiopathie" (= Krankheit kleiner Hirngefässe).
Wieso soll mich das stören, wenn man es ohnehin erst nach meinem Tod sehen kann?
Gefahren bei zu hohem Blutdruck für das Gehirn: die kleinen Hirnarterien zerreissen, wodurch es zu Einblutungen ins Hirngewebe kommt. Je nachdem wo die Blutung sitzt kommt es zu speziellen neurologischen Ausfällen. Bei großen Blutungen kann es zur Verdrängung des Hirngewebes kommen und somit zu einer Erhöhung des Hirndrucks. Die Symptome sind somit je nach Grösse und Lokalisation sehr unterschiedlich:
Was merke ich von einer hypertensiven Blutung?
Akute Symptome mit zunehmender Verschlechterung (Raumforderung, Hirndruckzeichen)
- Allgemeinsymptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Bewusstseinsstörung bis zum Koma, neurologische Ausfälle je nach Lokalisation:
- Putamenblutung: sensomotorische Hemiparese, Blickrichtung weg von den Paresen
- Thalamusblutung: vertikale Blickparese (Augen zur Nase gewendet), ausgeprägte halbseitige Sensibilitätsstörung
- Kleinhirnblutung: Fallneigung zur Läsionsseite, Hemiataxie, Bewusstseinsstörung
- Ponsblutung: Koma, Tetraparese, enge Pupillen
- Lappenblutungen: Symptomatik je nach Befall
Fig.3: Autoregulation Blutfluss, Lokalisation der Blutungen
Fig.4: Makroskopie, Komplikationen, Klink
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