Sonntag, 8. November 2009

Valuev beim Boxen...

... und der Besuch im Tierpark!

Die Familie wieder einmal vereint, ausserdem ein Geburtstag eines Familienmitgliedes - das muss doch gefeiert werden!
Nach teuflisch scharfen Wasabinüssen und einem Glas Frejenet machten wir uns Samstag Abend auf in ein nicht weit entferntes Dorf, wo wir ein leckeres Essen in netter Gesellschaft genossen - für jeden gabs, was ihn am meisten ansprach. Für mich war das eine ziemlich schwierige Entscheidung - bei so einer Speisekarte. Da bin ich überfordert. Am liebsten einmal durchfressen. Schliesslich wurde es folgendes:
Vorspeise: "Wildterrine"
Hauptgang: "Filet d'Agneau mit Salatbouquet"
Dessert: "Zweierlei Mousse au Chocolat"
Zum Trinken gabs den süffigen Faustino.

Mit einem wohligen Gefühl im Bauch gings wieder nach Hause, schliesslich durfte das Box-Match "Valuev gegen Haye" nicht verpasst werden. Mein Gott war das gegen Ende spannend - und brutal. Valuevs Kopf wurde nach einem Schlag derart zusammengestaucht, dass es in der Zeitlupe ausschaute, als wäre des Russen Haupt ein Gummi-Mensch-Hybrid. Wer das Match gesehne hat, weiss, wovon ich spreche.

Sonntags gings nach dem Abschied von der Familie in den Tierpark - erstaunt war ich, als ich da einen Verwandten Valuevs wieder traf:































Eine frappante Ähnlichkeit, die markanten Gesichtszüge... Ob es in der Unterwelt wohl doch noch so viele erstaunliche Dinge gibt, von denen wir nie zu glauben gewagt haben?!

Weiteres Interessantes im Tierpark:

  • modernes Recycling bei Klapperschlangen! Man lernt immer dazu: Musik machen aus abgestorbener Haut! Nach jeder Häutung wandelt sich die letzte Schwanzschuppe in eine Rasselschuppe um! Kann bis zu 20 Glieder wachsen!

  • Kontrolle, ob der Körper normal funktioniert: Totenkopfaffen. Stand ich neben dem Affengehege im Vivarium und bewunderte diese süssen kleinen Äffchen, als wohl gerade einer sein tägliches Geschäft erledigen musste. Tatsächlich fing er den Kot mit der Hand auf, roch daran, warf es vom Baum herunter auf den Boden und kletterte quietschfidel den Ast entlang. War wohl alles in Ordnung mit dem kleinen Braunen...




Freitag, 6. November 2009

Abstimmungen...

...für einmal eine einfache Entscheidung!

Volksabstimmung von 29.11.09
Bundesbeschluss zur Schaffung einer Spezialfinanzierung für Aufgaben im Luftverkehr
vom 3. Oktober

Bundesbeschluss über die Volksinitiative "Für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten"
vom 12. Juni

Bundesbeschluss über die Volksinitiative "Gegen den Bau von Minaretten"
vom 12. Juni

Kantonale Vorlage
Änderung der Verfassung: Stimmrechtalter 16

JA, JA, JA, JA!!

Dass ich dabei z.T eine SVP-lerin zu scheinen drohe, kratzt mich traurigerweise am A***. Ich will im Rosengarten sitzen können und dabei das Münster, die Französisch Kirche, den Zytglogge, die Heiliggeistkirche und das Bundeshaus thronen sehen, dabei im Hintergrund der Berner Hausberg - Minarette haben da nichts verloren.

Montag, 2. November 2009

Lieder zum...

....nachdenken, geniessen, hinhören, weinen, bewundern...









H1N1

Ich hoffe für jeden, dass er sich noch nicht gegen H1N1 impfen lassen hat - man weiss noch nicht, wie die Haut reagiert und wie lange die Veränderungen andauern...

Ein ziemlich abwechslungsreiches Wochenende

Freitag Mittag sagte ich auf Wiedersehen im "....."-Spital und Dankeschön für die tolle Zeit. Ein kurzer Halt im Migros und ab nach Hause, um die Kochkünste walten zu lassen. Ein Gebastel durch den Nachmittag hindurch. Als das Brot aufgehen und der Fisch in der Marinade ziehen muss, kann ich endlich mal wieder Wäsche waschen.
Um 17:30 fragt mich der WG-Kumpel, wann denn meine Gäste kämen... Naja, also DER Geladene kommt ca. um 18:00, 18:30. Fragend schaut mich der Kumpel an und sagt: "Was, das alles nur für eine Person?" ... Mit einem Lachen antworte ich und freue mich auf später. Da scheiden sich wohl die Geister, wenn's um Verwöhnen und Genuss geht;) Freundlicherweise sagt mein Mitbewohner, er werde sich um 18:00 aus dem Staub machen. Ein grosszügiges und rücksichtsvolles Angebot - danke!

Kurz unter die Dusche und der Besuch kommt. Nach einem Faux-pas mit dem Champagner und den Erdbeeren (der Champagner hatte irgendwie Zapfen..) geniessen wir ein BernerMüntschi und lassen uns später das 5-Gänge-Menu schmecken.

1. Märitsalat im Brotzopf mit Parmesanplättchen
2. Basilikumglace auf  Tomatengaspacho
3. Jakobsmuscheln auf Broccolimousse mit Pinienkernen und Knoblauchchips
4. Rotzungensaltimbocca auf schwarzem Reis mit Möhrenjuliennes und Zuckerschoten
5. Weissweinparfait an Nusssauce


Das Essen war jedenfalls eine gelungene Sache, wir schlemmten wie die Götter und genossen den Abend. Jedenfalls bis kurz nach dem Weissweinparfait... Die Schmerzen vom Nachmittag, die ich doch so erfolgreich mit 500mg Dafalgan und 500mg Aspégic vertrieben hatte, meldeten sich zurück und meine Stimmung zeigte bald in die andere Richtung... Als nach 10min auf dem Sofa auch noch Schüttelfrost dazukam , mein Körper sich auch nach 45min nicht mehr beruhigen wollte und ich sonst nie krank bin, bekam ich es etwas mit der Angst zu tun und wurde netterweise vom Bekochten ins Spital gebracht. Keine Ahnung ob ich da sonst angekommen wäre...

Glücklicherweise wurde mir gleich eine Leitung gesetzt und mit Novalgin und Perfalgan  (=Schmerzmittel) i.v.  (intravenös) die Schmerzen genommen. Danach EKG, Blutentnahme, Vitalparameter, Urinstatus und Urikult, Blutkulturen, Ultraschall... Die Ergebnisse: Mit 39,9°C war die Temperatur wohl leicht erhöht, mit Proteinen, Leukocyten und Bakterien im Urin und gleichzeitiger Nierenklopfdolenz (Schmerzen, wenn man auf die Nieren klopft) war da wohl ein HWI im Busch (=Harnwegsinfekt). Schliesslich kamen sie auf die Diagnose einer Pyelonephritis (=Infekt der Nieren und deren Umgebung). Konsequenz: 14 Tage auf Cipro (=ein Antibiotikum), Dafalgan und Aspirin. Um 03:30 verliessen wir nach 5h Spitalaufenthalt das Notfallzimmer und freuten uns aufs weiche Bett.




Da ich es nicht ausstehen kann, den ganzen Tag rumzuliegen, auch wenn ich krank bin, besuchten wir am Samstag Abend nach einem leckeren Abendschmaus in der Eleven Bar den Eishockey-Match der Mutzen. SCB-Langnau. Ich als ehemaliger SCB-Fan freute mich natürlich riesig, zumal ich noch nie in der neuen Postfinance-Arena das Vergnügen hatte. Die Erinnerungen kamen auf und ich fühlte mich ein paar Jahre zurückversetzt. Die Stimmung kochte jedoch leider nicht so richtig auf... naja, gewonnen haben unsere Mutzen schliesslich doch noch 2:1.
 

Am Sonntag gabs eine etwas spannendere Show beim Fussball: YB-FCL. Trotz einem 1:1 brodelte die Stimmung im Wankdorf, mein Hinterteil konnte gegen Ende nur schwer auf dem Sitz gehalten werden... Um 18:00 schnurstracks nach Hause, um ein leckeres Raclette zu geniessen. Jetzt, ca. 12 Stunden später, schreit mein Körper immer noch nach Flüssigkeit...=D

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Spitalarbeit

Nun arbeite ich bereits einen Monat im "...."- Spital - und es macht Spass, so doll Spass, dass ich gerne da noch mal hingehen würde nächstes Jahr. Leider sind die Stellen für März und April schon vergeben, höchstens eine kurzfristige Zusage könnte noch zu meinem Glückstreffer werden... SCHAUEN WIR, würde jetzt ein griechischer Freund meiner Familie sagen.

Etwas aus meinem Alltag:

Donnerstag, 21.10.09:

08:00: Abteilungsrapport:  
  • Eintritte vorstellen vom Vortag: Diagnosenliste, wieso hier, was abzuklären? 
  • Ereignisse vom Tag: Patient A verstorben, Angehörige informiert. 
  • Ereignisse der Nacht: Patientin B zum 10.Mal vom "...."-Spital rückverlegt. Angehörige von Frau C haben alle 30min angerufen und nach Ergebnissen gefragt

08:30: Kaffee

08:45 Röntgenrapport
  • Patient mit St.n. CVI rechts (=Hirnschlag) und Hemisymptomatik links (= linke Seite gelähmt), Eintrittsthorax mit Frage nach kardiopulmonaler Kompensation
  • Patient mit steigenden Entzündungswerten, äthylischer Leberzirrhose (= er hat sich jahrelang die Lampe mit Alkohol gefüllt und seine Leber sieht jetzt ungefährt aus wie eine schrumplige Rosine!), Frage nach Tumor?
09:00 Visite auf Station
  • von Zimmer zu Zimmer rennen, Hände schütteln, wie gehts, Schmerzen? Untersuchungen erklären
  • anschliessend Visite mit den Pflegenden: Medikamente verordnen, Mobilisation verordnen, Urinstatus verordnen. Leider ist die Mehrheit unserer Pflegenden mit einem IQ von ca. 40 geboren... Verordnungen werden selbständig geändert, Verordnungen werden übersehen, Verordnungen werden ignoriert... Mein Kopf und der meiner Kollegin werden langsam rot... Nachher mal eine Runde in unserem Büro abregen. 
10:00 Standortgespräch
  • Patientin G, ihre Ehemann, ihre Kinder, die Zuständigen von der Physiotherapie, der Ergotherapie, der Logopädie, der Pflege, der Spitex und des Sozialdienstes sind anwesend sowie die Oberärztin, die Assistenzärztin und die Unterassistentin sind anwesend, um die allgemeine Lage der Patientin zu besprechen. Kann sie nach Hause? Was braucht sie?............Medizinische Seite: Riesiger Tumor im Bauch, operiert, nun Metastasen. Braucht Chemotherapie. Empfehlung von Unterstützung zu Hause durch Mahlzeitendienst, Spitex. Nach Schilderung der Probleme von unserer Seite meldet sich der alte, geizige Knacki von Ehemann nette, an Presbyakusis (= altersschwerhörigkeit) leidende Ehemann aus dem hintersten Scheisskaff einem Tal im Berner Oberland zu Wort. Die schwerkranke Ehefrau könne ihm ja zeigen, wie das Kochen gehe. Er wolle seine schwerkranke Frau nicht unterstützen kein Geld ausgeben für die Spitex und den Mahlzeitendienst, das könne ja die Frau machen. Uns sinkt mal der Laden von Minute zu Minute eine Etage tiefer, die Sympathie für den alten gebrechlichen Mann ist im Jenseits verschwunden. Komm mal runter von deinem Weltkrieg-Trip - wir schreiben das Jahr 2009, brauch deinen Geldhaufen und hilf deiner Frau, wieder auf die Beine zu kommen und ihre Lebenserwartung auf ca. 5 Jahre zu erhöhen!

    11:00 Eintritt Patientin J
    • Anamnese, Status, Prozedere

    12:00 Besprechung des Eintrittes mit dem Oberarzt

    12:20 Mittagessen

    13:00 Weiterbildung (Delir)

    14:00 Verordnungen erledigen zum Eintrittspatienten (Medis anpassen, Therapien anmelden, Röntgen anmelden, EKG anmelden..)

    14:30-18:00 Telefonate, Kardexvisite, EKG's befunden, Konsilien anmelden, Stationsarbeit, Berichte schreiben

    Zwischendurch hört man das Geblöke vom dementen Patienten der Abteilung, der gerade geweckt wurde und abwechselnd "Sie machen mich kabütt", "ich bin kabütt", "ich bin krank", "eeeeh", "eeehhh", "eeehhh", "sie machen mich kabüüttt" schreit. Zumindest er schafft es, uns ein herzhaftes Lachen zu entlocken!

    ein Arbeitstag geht zu Ende...

Vorfreude auf ein Wochenende zu zweit




Tiniku freut sich - ein Wochenende wegfahren, irgendwo in der Schweiz...

Der Liebste an der Seite, an einem romantischen Ort, eingekuschelt in eine warme Decke, um sich vor der Kälte zu schützen.

Daneben ein warmes Feuer, in einem Meer voller Stille und Frieden.

Es sich gut gehen lassen, schlemmen, ein Gläschen Wein, Kerzenschein...

Nur wo soll's hingehen?

Tiniku weiss, was sie dem Mann Gutes tun kann und hat 2 Nächte reserviert - und freut sich auf das Gesicht und die Augen des Betroffenen!