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Mittwoch, 30. Januar 2013

Placebo

Anekdote meines heutigen Arbeitstages:


Patient: "Frau Doktor, ich bin so erkältet"
Ich: "Was haben Sie denn?"
Patient: "Ach, einfach erkältet Frau Doktor"

Ich: "Haben Sie Gliederschmerzen?"
Patient: "Ja ja, ja, genau, Gliederschmerzen, einfach erkältet"
Ich: "Ach so, ja, das ist nicht angenehm. Und haben sie auch eine verstopfte Nase oder Atemnot?"
Patient: "Hmmm... tja, wissen Sie, einfach erkältet... - Die Spritze hat immer so gut geholfen."
Ich: "Ok, dann wollen wir doch mal auf die Lunge hören."


Bei mir klingelts schon ein wenig, dass der Patient eine Fixation auf die Spritze hat, eigentlich aber gesund ist.

Die klinische Untersuchung ergibt einen blanden Status ohne Hinweise für eine Erkältung. Ich möchte ihm trotzdem etwas anbieten und sage, dass er Pretuval nehmen könne.

Patient: scheint bedrückt und schaut zu Boden. "Naja, wissen Sie, die Spritze hat wirklich immer geholfen..." und schaut mich mit glänzelnden Äuglein von unten an.

Ich: "Ok, dann schauen wir mal, dass wir Ihnen die Spritze geben können. Machen Sie sich doch bitte untenrum frei und legen Sie sich auf die Liege. Ich komme sogleich zurück."

Nach Aufziehen von NaCl Lösung (= ganz normales Kochsalzwasser, natürlich steril) desinfizere ich lokal am Popo eine Stelle, sage "Achtung, jetzt machts Pik, das brennt ein bisschen - und schon vorbei".

Patient: "Oh, Frau Doktor, das hilft bestimmt. Vielen Dank auch, mir gehts schon ein bisschen besser!"

Bitte gern geschehen, immer wieder =D

Donnerstag, 27. September 2012

Anekdote aus dem Ärztealltag

Jedes Mal, wenn ein Patient in ein Spital eintritt, muss der Reanimationsstatus erfragt werden. Da viele vor allem ältere Patienten nicht wissen, was das ist, eine "Reanimation", fragt man nicht: "Möchten Sie reanimiert werden?" sondern formuliert die Frage je nach kognitiven Fähigkeiten etwas anders. Heute zum Beispiel folgende Situation, wobei mir vor allem die Antwort sehr gut gefallen hat:

Ich sprach den Patienten darauf an, was wir den machen sollten, wenn er einen Herzkreislaufstillstand erleiden würde. Da meinte der Patient nur ganz trocken: "Abwarten und Teetrinken".

Naja - ich weiss ja nicht, ob das dann gut kommt...

Sonntag, 5. Februar 2012

Adieu sagen...

....ich weiss ja, dass ich in meinem erwählten Beruf Menschen auch mal Adieu sagen muss... Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind... und ich meine jetzt nicht nur das Adieu sagen im Wissen, dass die jeweiligen Menschen nach Hause gehen können in Begleitung der Angehörigen oder ein Adieu ins Alters-und Pflegeheim... Nein.... ich meine das Adieu, das man nicht sagen aber in sich verarbeiten muss, wenn man nichts mehr für einen Menschen tun kann... wenn man nur noch das ärztliche Wissen bezüglich maximalem Komfort zum Sterben einbringen kann, damit der Patient keine Schmerzen erleiden muss...
Man lernt ja während dem Studium immer, Sympathie gegen Empathie "auszutauschen" - den Patienten entgegenzukommen und sie zu verstehen, ohne sie auch nur ein bisschen ins Herz zu schliessen. Ich stellte mir das nie so einfach vor, obwohl es bis jetzt sehr gut zu funktionieren schien... Nun ja - seit vorgestern weiss ich, dass ich noch nicht soweit bin, einfach "nur" empathisch zu sein gegenüber den Patienten.... Stellt man sich vor, dass man jemanden täglich sieht, täglich untersucht und täglich sich Sorgen macht... Täglich hört man "Guten Tag Frau Doktor" mit einem Lächeln, das übers ganze Gesicht geht und den Raum mit Liebe erfüllt, einem wohlig warm ums Herz wird...
Man hofft, dass alles gut kommt - besonders wenns von Tag zu Tag besser geht... Und plötzlich kommt wieder etwas Neues hinzu. Manche Menschen sind einfach nicht dafür geschaffen, im Spital zu sein - und es treten jeweils neue Komplikationen auf...

In mir drin wird das Adieu bereits bearbeitet - es kann sich nur um Tage handeln, da werde ich den Tod feststellen müssen.. Kein Lächeln mehr... Kein "liebe Frau Doktor"... Keine Wärme mehr... Nur ein Adieu auf  Nimmerwiedersehen... Es bleibt mir nur ein "Gute Reise"...

Freitag, 6. Januar 2012

Die Klinik...

Seit einer Woche arbeite ich nun nicht mehr im pathologischen Bereich, sondern in der Klinik, wo lebendige Menschen meine Hilfe brauchen. 


Quelle: dulcinea.mywoman.at


Einige "Schmöckis" aus dem medizinischen Alltag:


- Patient X hat mal wieder versucht, über die Feuertreppe zu entkommen...
- Patient hat mit der Urinflasche (der vollen, wohlgemerkt) nach der Pflege geworfen, weil sie offenbar nicht anständig putzen würde...
Patient mit Fraktur im Beckenberich versucht zu erklären, warum der klapprige Holzstuhl nicht eine angemessene Stütze war und sie deshalb gestürzt sei...
Patient weicht immer mehr Farbe aus dem Gesicht und die Ansprechbarkeit ist nicht mehr gegeben... es ist Warten angesagt...
Patient T sagt über die Hautcrème, die er bisher erhalten hat und aus medizinischer Sicht eher kontraindiziert ist (heisst = die Symptome verschlimmert), dass sie sehr gut tue, schliesslich werde er jeden Tag von netten Damen eingecremt und erfahre so ein bisschen Zuneigung...
Patient R wird eingewiesen aufgrund seiner Depression, aber es ist bei Eintritt eher seine Frau, die uns den Eindruck macht, als benötige sie eine Hospitalisation...
- Telefon vom Altersheim: die eben entlassene Patientin sei stets dabei, eine andere Ausgangspforte zu finden...
- Patient U isst nur abgepackte Sandwich von der Cafeteria, da der Rest vergiftet sei und man ihr Geld stehlen wolle...
- ein 90-jähriges Leben, das wie ein Kleinkind wirkt und alles neu erlernen muss...
- akzeptieren, dass man Abschied nehmen muss...




...und vieles mehr...




Das Fazit für die erste Woche lautet also folgendermassen: 
- Begeisterung
- Zuneigung gegenüber älteren Menschen
- Nervosität vor dem ersten Dienst (bereits 1 Woche nach Arbeitsbeginn...)
- Wohl fühlen
- Schwierige Situationen meistern lernen
- Emotionale Distanz wahren lernen
- Innere Ruhe
- Zufriedenheit
- Eustress (= Stress im gesunden Mass)
- irgendwie angekommen...

Freitag, 25. November 2011

Hundebandwurm

Hier seht ihr die Folgen einer Infektion mit einem Hunde- (oder Fuchs-)bandwurm. Die Eier werden beim Essen oder bei verunreinigten Händen aufgenommen und verbreiten sich folgendermassen:



Therapie ist je nach Subtyp (granulosus oder alveolaris) medikamentös oder chirurgisch. Schöne Scheisse, wenn man das gesehen hat und  nicht mehr von der Leber weg im Wald Beeren pflücken und direkt zu verspeisen...

Mittwoch, 2. November 2011

Herzklappe


So sieht eine Mitralklappe aus, die aufgrund einer Dysfunktion rekonstruiert wurde...

Dienstag, 25. Oktober 2011

Pipimaschine...

...oder: Das Glomerulus!

Abb: Glomerulum: Ag-Meth.-Färbung einer Nierenbiopsie

Abb: Glomerulum: Immunfluoreszenz für IgG

 
Ja liebe Leute - hier wird Pipi produziert. Täglich wird hier ca. 200L Wasser, der sogenannte "Primärharn" durch die Kapillaren gepresst, um später zu 99% in den Tubuli und Sammelrohren wieder resorbiert zu werden.

Faszinierend, wie diese Strukturen aussehen, nicht?

Freitag, 7. Oktober 2011

Appell an alle Kliniker

Bitte, BITTE meldet doch keine Autopsien von Föten oder Erwachsenen an, die aussehen wie getrocknete Weinbeeren. Wo bitte schön sollen wir da noch irgend etwas sehen können?
Stellt euch folgendes vor: ihr könnt seit einigen Tagen  nicht mehr braune Walzen aus eurem Hintern drücken, worauf sich natürlich die ganzen Fäkalien immer weiter komprimieren und vollkommen ausgesogen werden. Zudem liegt die braune Kacke in einem sich ständig bewegenden warmen Milieu, wobei ein Mix aus verschiedenen Säften sein bestes tut. Wenn die Kacke dann endliche mal rauskommt, eure Köpfe tomatenrot werden und ihr vor Schmerzen kaum mehr könnt, dann stinkt der kleine Braune ganz fürchterlich und nur wenige Nahrungsbestandteile sind noch zu sehen. GENAUSO verhält es sich mit einem Körper, der schon seit Tagen tot rumliegt. Diagnostik = unmöglich!

Das Leben als Assistenzarzt

Ich weiss manchmal echt nicht, ob ich den richtigen Beruf gewählt hat. Als Assistenzarzt fickt dich das Leben und der Beruf - man muss immer "Ja und Amen" sagen, Scheisse schlucken, Arbeiten erledigen, für die man bestimmt nicht 6 Jahre studieren müsste, Überstunden machen und dafür auch noch Danke sagen...

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Zerebrale Mikroangiopathie

Kinder, wenn in eurem Hirn die Kapillaren aussehen wie auf folgenden Bildern, habt ihr einen Blutdruck, der nicht nur ein bisschen zu hoch ist. Spätestens dann solltet ihr Blutdruck-Medikamente einnehmen (okay, in diesem Falle war dies ohnehin schon zu spät - ihr wisst ja, wo ich arbeite...).


Fig.1: Hirn-Autopsie einer 80-jährigen Patientin

Fig.2: Hirnautopsie einer 80-jährigen Patientin

Was ist normal?
Ein Gefässquerschnitt

Was stimmt hier nicht?
Mehrfache Querschnitte eines Gefässes. Diese mehrfachen Anschnitte eines Gefässes entstehen dadurch, dass sich die Gefässe durch den hohen Blutdruck zu kringeln beginnen. Der pathologisch-diagnostische Name dafür: "zerebraler Mikroangiopathie" (= Krankheit kleiner Hirngefässe).

Wieso soll mich das stören, wenn man es ohnehin erst nach meinem Tod sehen kann?
Gefahren bei zu hohem Blutdruck für das Gehirn: die kleinen Hirnarterien zerreissen, wodurch es zu Einblutungen ins Hirngewebe kommt. Je nachdem wo die Blutung sitzt kommt es zu speziellen neurologischen Ausfällen. Bei großen Blutungen kann es zur Verdrängung des Hirngewebes kommen und somit zu einer Erhöhung des Hirndrucks. Die Symptome sind somit je nach Grösse und Lokalisation sehr unterschiedlich:


Was merke ich von einer hypertensiven Blutung?
Akute Symptome mit zunehmender Verschlechterung (Raumforderung, Hirndruckzeichen)
- Allgemeinsymptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Bewusstseinsstörung bis zum Koma, neurologische Ausfälle je nach Lokalisation:
- Putamenblutung: sensomotorische Hemiparese, Blickrichtung weg von den Paresen
- Thalamusblutung: vertikale Blickparese (Augen zur Nase gewendet), ausgeprägte halbseitige Sensibilitätsstörung
- Kleinhirnblutung: Fallneigung zur Läsionsseite, Hemiataxie, Bewusstseinsstörung
- Ponsblutung: Koma, Tetraparese, enge Pupillen
- Lappenblutungen: Symptomatik je nach Befall


Fig.3: Autoregulation Blutfluss, Lokalisation der Blutungen

Fig.4: Makroskopie, Komplikationen, Klink

Mittwoch, 31. August 2011

Transplantationen

Ich habe in meinem Blog bereits einmal über Organspende berichtet (26.10.2010). Darüber, was meine Gedanken diesbezüglich anbelangt.
Da ich das Thema "Organtransplantationen" jeweils sehr interessant finde und gerne mit diversen Menschen darüber diskutiere, warum und wieso und wieso ja oder eben auch nicht, finde ich die neue Werbung von "swisstransplant" besonders gut! Schauts euch an und überlegt euch, warum oder warum eben auch nicht ihr spenden möchtet oder nicht - aber spendet ein paar Minuten und Gedanken an dieses Thema - ich denke, dass dies jeder Mensch tun sollte, der in einer medizinisch gut versorgten Gesellschaft lebt!


Freitag, 19. August 2011

Forschung und Genetik

Kürzlich hatte ich bei einer Autopsie einen Fall eines malignen Pankreastumors eines Kindes. Kurz vor dem Tod der Patientin wurde eine Biopsie einer Lebermetastase durchgeführt und der Bericht ging mit der Diagnose "Pankreatoblastom" raus (ein extrem seltener Tumor, Inzidenz 0,2%!).
Aufgrund meines persönlichen Interesses an diesem speziellen Fall (Kinder- oder Adoleszenzenautopsien berühren mich immer mehr als Föten oder geriatrische Menschen) kombiniert mit der Histologie, die sich durch die Asservation des Primärtumors im Pankreas und der Lebermetastasen ergab, begab ich mich auf "Pubmed" auf Recherche und fan einige nette Paper. Zusammen mit dem Chef, der kurz nach meiner Präsentation des Falles auch in höchste Begeisterung versetzt war, suche ich nun nach Beschreibungen dieses Pankreatoblastoms.

In einem Paper fand ich folgenden Text (und bin erneut erstaunt über Genetiker, wie sie sich tagelang bei der Sequenzierung der DNA begeistern können...):

Freitag, 29. Juli 2011

Sport ist Mord...

...im wahrsten Sinne des Wortes!

Junger, bisher gesunder Mann spielt Fussball, kriegt einen Schlag auf den Oberschenkel, geht nach Hause und verbringt eine normale Nacht. Am nächsten Morgen Thoraxschmerzen und Atemnot, kurz darauf verstirbt der Mann an einem Herzinfarkt und multiplen Lungenemboli.

Sein Problem: ein PFO (= persistierendes Foramen ovale), eine Öffnung zwischen beiden Vorhöfen, die bei Föten im Mutterleib lebensnotwendig sind,  sich aber nach der Geburt verschliessen sollte.
Quelle: scubamed.com

Das venöse Blut im rechten Vorhof gelangt also teilweise ins arterielle Blut im linken Vorhof.  Wenn ein Mensch mit einem PFO eine Thrombose macht und diese abspickt, kann der Thrombus über das PFO in die arterielle Strombahn gelangen und von da ins Gehirn oder in die Koronararterien und diese verstopfen, so dass ein Herzinfarkt resultiert.

(rot = Infarkt)


Für Interessierte -> siehe folgenden Link:


Mittwoch, 13. Juli 2011

Bio- und Gewebebanken

Meine Leistung des heutigen Tages: Erstellen einer Liste von Gewebeblöcken mit Hepatozellulären Karzinomen (HCC) von 1990-2010. Ziel: Erstellung eines TMA (=tissue micro array). Dazu werde ich aus jedem Block Stanzbiopsien anfertigen, und zwar jeweils aus Tumormitte, Tumorrand und Normalgewebe. Die Zielsetzung respektive Fragestellung wird folgende sein:
"Evaluation of tumor budding in hepatocellular carcinoma"
Sprich: bilden HCC's kleine Tumorknospen aus oder nicht. Bei Kolonkarzinomen ist dies schon relativ gut erforscht - je mehr Tumorbuds, desto höher die Invasivität, Malignität und somit Morbidität und Mortalität.
Na dann - ich bin auf die Evaluation gespannt. Erst müssen die Schnitte angeschaut und die Orte für die Punches (kleine Gewebebiopsien aus den Blöcken) definiert werden.

Dienstag, 28. Juni 2011

Hirn Foetus

...so siehts in Scheiben aus (von frontal nach occipital in Scheiben geschnitten, hier die mittleren grossen Scheiben abgebildet).



Im Vergleich dazu eine Scheibe aus einem Erwachsenenhirn:




Ein entscheidender Faktor für die 24 SSW-Grenze (Schwangerschaftswochen) bei Frühgeborenen (Foetus muss 24 SSW alt sein, damit ein Überleben angestrebt wird) ist unter anderem die Hirnentwicklung und dass offenbar die Foeten in diesem Alter ein Bewusstsein entwickeln. Wenn man diese Hirnschnitte vergleicht, ist es kein Wunder, dass Foeten noch nicht derart denken und empfinden können wie Erwachsene!....Interessant, wie ein Hirn sich ausbildet!

Montag, 30. Mai 2011

EHEC

ICH KRIEG GLEICH WÜRMER!!! Überall in Zeitungen und im Radio wird vom "Killervirus", "EHEC-Darmvirus" etc berichtet. Aber Kinder, es ist ein BAKTERIUM, und zwar eine Escherichia coli-Variante! E. coli befindet sich als normales Darmbakterium in unserem Körper. EHEC heisst "entero-hämorrhagische E.coli".

Soll ich eine Mail an alle Radiostationen schicken mit dieser Info, dass sie Fehlinformationen in die Umwelt verstreut?

Mittwoch, 6. April 2011

Organe ganz klein

Hier seht ihr, wie wir von innen im Alter von 21 Schwangerschaftswochen aussehen:



Süss, oder?

Samstag, 12. März 2011

Entgiftungskur

Seit einem Monat nun leide ich an Gelenkbeschwerden - und es will und will einfach nicht besser werden! Momentan hoffe ich, dass eine Entgiftungskur, die ich nun begonnen habe, meine Beschwerden zu lindern vermag und ich wieder Türen und PET-Flaschen öffnen kann, meine Haare zusammenbinden, autofahren und etwas tragen kann!... Bald wir auch der Spezialist beigezogen - ich bin gespannt!

Freitag, 11. Februar 2011

Aortenaneurysma...

..die Volkskrankheit

Fast jede ältere Person auf dieser Erde hat Verkalkungen in den Gefässwänden (Alkoholiker pflegen eine geringere Verkalkungstendenz zu entwickeln - aber wer mich jetzt anschuldigt, zu Alkoholismus zu raten, liegt völlig daneben!). Auch "Mittelmeerkost-Fanatiker" oder Asiaten haben schönere Gefässe als der Durchschnittsbürger.

Verkalkungen in den Gefässen führen zu geringerer Blutzufuhr oder vielleicht sogar zu einer akuten Thrombosierung des Gefässes, d.h. dass das Gefäss von einem Blutpfropf gefüllt ist und somit kein Blut mehr zum Organ kommt, wie im Falle eines Herzinfarktes. Folge: Organschaden und ev. sogar Tod.

Eine andere Folge dieser Gefässwandverkalkung sind die sogenannten "Aneurysmen", eine Erweiterung der Gefässwand. Solche Aneurysmen haben ein grosses Risiko, irgendeinmal zu rupturieren - das Blut fliesst in das umgebende Gewebe und das dahinterliegende Gewebe hat keine Blutzufuhr mehr. Folge: hämorrhagischer Schock und Tod.

Häufig sind diese Aneurysmen unterhalb der Nierenarterienabgänge, wie in folgendem Beispiel:


Grün: Aortawand
Grau: Nieren
Blau: Geplatztes Aneurysma mit thrombotischem Material


Morgens ein Stechen in der Flankenregion, nachmittags tot... Bei der Autopsie war die Todesursache schnell gefunden: geplatzte Aorta und der ganze Bauch voller Blut (nebst dem ganzen Fettgeschlabber..)

Risiken für Gefässwand-Verkalkungen sind Adipositas (Übergewicht), Hyperlipidämie & Hypercholesterinämie (zu viel fettiges und cholesterinreiches Essen), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rauchen und Bewegungsmangel.

Also liebe Bürger und Bürgerinnen: Gesund essen, viel bewegen, ein bisschen Alkohol...

Mittwoch, 9. Februar 2011

Wartezeit

In Arztpraxen muss man immer warten - ist nun mal so... Zum Glück bin ich heute beim Hausarzt und nicht bei der Dermatologin (ca. 1,5h Wartezeit) oder in der ophthalmologischen Poliklinilk des Inselspitals (bis zu 4h Wartezeit)! Ich hoffe einzig, mein Fussleiden sei nichts, das mir meinen über alles geliebten Sport verbietet, sonst kann ich für meine Laune nichts garantieren!!!