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Freitag, 19. August 2011

Forschung und Genetik

Kürzlich hatte ich bei einer Autopsie einen Fall eines malignen Pankreastumors eines Kindes. Kurz vor dem Tod der Patientin wurde eine Biopsie einer Lebermetastase durchgeführt und der Bericht ging mit der Diagnose "Pankreatoblastom" raus (ein extrem seltener Tumor, Inzidenz 0,2%!).
Aufgrund meines persönlichen Interesses an diesem speziellen Fall (Kinder- oder Adoleszenzenautopsien berühren mich immer mehr als Föten oder geriatrische Menschen) kombiniert mit der Histologie, die sich durch die Asservation des Primärtumors im Pankreas und der Lebermetastasen ergab, begab ich mich auf "Pubmed" auf Recherche und fan einige nette Paper. Zusammen mit dem Chef, der kurz nach meiner Präsentation des Falles auch in höchste Begeisterung versetzt war, suche ich nun nach Beschreibungen dieses Pankreatoblastoms.

In einem Paper fand ich folgenden Text (und bin erneut erstaunt über Genetiker, wie sie sich tagelang bei der Sequenzierung der DNA begeistern können...):

Donnerstag, 14. Juli 2011

BIID...

...body integrity identity disorder!


Irgendwie schon interessant, was für Störungen Menschen entwickeln können. Mittlerweile "ganz normal" sind Menschen, die an Anorexie, Bulimie, Binge-eating, Schizophrenie, Depression, Psychose oder sonst was leiden. (Sagen wir mindestens für Mediziner oder medizinisch interessierte oder gebildete Personen...)

Erstaunt hat mich hingegen die Information über "BIID" (= body integrity identity disorder!).

Erklärung: Menschen empfinden eines ihrer Körperteile als nicht das ihre - und möchten es am liebsten entfernt haben.
Die bisherigen Studien zeigen, dass es sich um gebildete Männer handelt, die eines ihrer zwei Beine als "Objekt" und nicht als das ihre empfinden. Wissenschaftler denken, dass es sich sowohl um neurologische, neurobiologische, psychologische als auch psychiatrische Ursachen handeln könnte - bisher jedoch gibt es keine Forschungsergebnisse.

Unglaublich interessant das Zeug!

Mittwoch, 13. Juli 2011

Bio- und Gewebebanken

Meine Leistung des heutigen Tages: Erstellen einer Liste von Gewebeblöcken mit Hepatozellulären Karzinomen (HCC) von 1990-2010. Ziel: Erstellung eines TMA (=tissue micro array). Dazu werde ich aus jedem Block Stanzbiopsien anfertigen, und zwar jeweils aus Tumormitte, Tumorrand und Normalgewebe. Die Zielsetzung respektive Fragestellung wird folgende sein:
"Evaluation of tumor budding in hepatocellular carcinoma"
Sprich: bilden HCC's kleine Tumorknospen aus oder nicht. Bei Kolonkarzinomen ist dies schon relativ gut erforscht - je mehr Tumorbuds, desto höher die Invasivität, Malignität und somit Morbidität und Mortalität.
Na dann - ich bin auf die Evaluation gespannt. Erst müssen die Schnitte angeschaut und die Orte für die Punches (kleine Gewebebiopsien aus den Blöcken) definiert werden.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Archiv




Jahrelang - seit 1999 - wurden hier Schnittpräparate deponiert und archiviert... Und ich bin zur Zeit dabei, einige dieser Fälle forschungsbedingt wieder rauszusuchen. Glücklicherweise sind es Fälle NACH 1999, denn die älteren liegen einige Stockwerke weiter unten in den dunklen Tiefen der Pathologie...

Dienstag, 11. Januar 2011

Doktor-Dubeli-Arbeit

Auch als Ärztin muss man ab und zu Sch***** erledigen - vor allem wenns um die Doktorarbeit geht! ...Zahlen abschreiben aus einer Suchmaschine ist DER WAHNSINN!!!

Donnerstag, 9. September 2010

Laufschuhe

Angeblich sollte man Laufschuhen alle 2 Jahre den Laufpass geben (ebenso übrigens bei Fahrradhelmen) und durch ein neues Paar ersetzen - aufgrund von Abnützungserscheinungen und dadurch schlechteren Dämpfungsmechanismen. Die Theorie der perfekt gepolsterten und überteurten Schuhe ist jedoch in Fachkreisen heftig umstritten - das Gel dämpft zwar die Schläge und schützt somit v.a. das Knie vor verfrühter Arthrose, jedoch weicht somit die Achse des Skeletts durch die Schuh-Polsterung von der natürlichen Achse ab und dadurch resultieren Belastungen an anderen Orten des Skeletts. Spätfolgen vom Laufen werden somit vom Knie auf andere Regionen gelenkt... Ich bin gespannt, was die Forschung weiter so macht - und hab mir solange neue Laufschuhe gekauft und sie sogleich im Wald ausprobiert!
Der reine Wahnsinn, wieder mal mit neuen Schuhen zu laufen, obwohl morgen wohl mein alterndes Gerüst zu merken geben wird, dass etwas nicht der Gewohnheit entsprochen hatte...
Der Abschied von meinen alten ungefähr 5 Jahr alten Schuhen war schmerzlich - aber vielleicht finden sie für eine Reise Platz in meiner Tasche!?

Donnerstag, 19. August 2010

Hirndoping

Am Tage meiner mündlichen Prüfung in der Inneren Medizin mussten wir noch eine Weile im Inselspital im Stock C vor dem Konferenzzimmer warten.. Wie oft schon war ich in diesem Zimmer und fand die Situation dementsprechend witzig. Einige Tageszeitungen lagen vor uns und ich hatte keine Nerven, mich mit reinem Warten und "Hans-guck-in-die-Luft" zu beschäftigen. Also krallte ich mir eine Tageszeitung und machte mich schlau über die Bundesratsdebatte und das Weltgeschehen. Netterweise gabs auch einige medizinische Themen, wie in der Tageszeitung "Der Bund"! Da stand, dass man per Musik über Kopfhörer einen ähnlichen Zustand erzeugen könne, wie das mit Kokain oder Heroin möglich sei! Ehm, wie bitte? Ist das ernst gemeint? Welche Forscher sind für diesen Wahnsinn verantwortlich? 

Dass es Elektrostimulation gibt, mit welcher man eine therapieresistente Depression therapieren kann, war mir bewusst und nicht nur zu Ohren gekommen, sondern ich durfte auch Augenzeugin sein dieser Therapie. (Dabei werden dem Patienten Elektroden am Kopf befestigt sowie eine Druck-Manschette am Bein, damit man den folgenden Krampfanfall beobachten kann). 
Aber dass man per Musik eine derartige Euphorie erzeugen kann, die einem Kokain- oder Heroin-Flash das Wasser reicht? Naja.. ich bin da etwas misstrauisch!

Dass da etwas Wahres daran sein kann, entdeckte ich dann kürzlich bei folgendem Lied (macht einfach gute Laune, hilft als Doping beim Joggen oder beim Pässe-Fahren per Rennrad!):



Aber falls die Forscher, die diese Musik-Flash-Idee in die Presse gebracht haben, noch Versuchspersonen benötigen  - ich bin also sofort und ohne Kompromisse dabei, mir mittels Musikhören ein Flash holen zu dürfen!

Donnerstag, 12. August 2010

Hirndoping der speziellen Art

Wie am 13.8.2010 in der Tageszeitung "Der Bund" gelesen haben Forscher herausgefunden, dass man per Musik, falls durch Kopfhörer gehört, einen ähnlichen Effekt erreichen kann, wie wenn man Kokain oder Heroin intus hätte. Nett, sehr nett, dachte ich. Doch wie genau das wohl funktioniert? Dass man per Elektrostimulationstherapie eine therapieresistente Depression therapieren kann oder zumindest verbessern, wusste ich. Aber rein durch Töne übers Ohr einen Zustand provozieren zu können, der einen in Trance versetzt, hätte ich niemals gedacht. 

Bis ich dieses Lied gehört habe:


Ich gebs zu, in Trance wurde ich nicht versetzt - aber dieses Lied ist das beste Doping für bessers Leistung beim Joggen, auf dem Rennrad oder einfach nur zum Laune-verbessern, wenn wieder mal das falsche Bein am Morgen zuerst aufgestanden ist...

(und falls ich mal die Möglichkeit hätte, diese spezielle akustische Hirnstimulation erleben zu dürfen - ich wäre die Erste, die sich als Versuchskaninchen melden würde!)


Dienstag, 20. Juli 2010

Schönheit!!

Heutzutage hat der Begriff  "Schönheit" ein andere Bedeutung als vor 50 Jahren, ja sogar eine andere als vor 10 Jahren! In einigen Epochen waren die fülligen Frauen der Inbegriff von Schönheit und Fruchtbarkeit - heutzutage sind es die möglichst schlanksten Frauen, die die Männer zu sabbernden Tieren werden lassen!... Eine Wendung, die sich manche kaum erklären können! 

Wie es wohl in 50 Jahren aussieht? Die Frau der Träume wird dann vielleicht 2.10m gross sein, rotes struppiges Haar, Pickel im Gesicht... oder 1.3m klein, grosse Brüste und ein grosses Hinterteil... oder 1.65m gross, behaart wie ein direkter Nachkomme eines Affens... oder einfach normal... Doch was ist normal?!?

Unsere Gesellschaft ist nicht mehr normal in dieser Hinsicht. Doch weshalb? Warum können wir nicht einfach so sein wie vor 100 Jahren? Ohne Silikonbrüste und ohne XXXXXXXL-Lippen?!

Vor allem in der Promiwelt lässt sich immer wieder sehen (respektive lassen es uns die netten Journalisten immer wieder sehen), dass heute ein Bild von "Schönheit" in der Gesellschaft rumgeistert, das meiner Ansicht nach nicht mehr normal ist... 

Ein Beispiel (nebst Jennifer Aniston, Heidi Klum, Mickey Rourke, Michael Jackson, Madonna, Jennifer Lopez... etc...) ist die allseits bekannte DONATELLA VERSACE, diese jedoch mit einer eher weniger vorbildlichen Verwandlung:

Donatella Versace

Doch auch ausserhalb der Promiwelt gibts immer wieder Leute, die sich lieber eine "Schreckschraube" an seiner Seite wünschen, als ein "normales" Weiblein als sein Wertvollstes zu schätzen...

Montag, 28. Juni 2010

Forschung - wie sinnvoll ist sie?

Natürlich gibts Teile der Forschung, die sehr interessant und auch wichtig sind für die Fortschritte zum Beispiel in der Medizin. Andererseits gibts auch einige Nachteile - z.B., dass der Mensch respektive der Forscher immer neue Ziele sieht und danach forscht, und sobald die Ergebnisse angewendet werden können, merkt man, dass diese neuen Methoden ethisch nicht vertretbar sind oder zumindest hitzige Diskussionen anregen. Oder natürlich anderweitige Komplikationen mit sich bringen. 

Mensch will immer mehr! Als ein Beispiel für einen Unterstützer der "schlechten" Forschung nenne ich einen mexikanischen Multimillionär, im höheren Lebensalter, der alle seine mehr schlecht als recht verdiente Kohle in die Forschung investiert, damit er vielleicht mal, obwohl schon grau und schrumplig, ein Gen, eine Spritze oder ein Pülverchen erhält als Garantie für ewiges Leben. KRANK sowas!!

Ein weiteres nettes Beispiel für einen Nachteil der Forschung zeigt uns der Nobelpreisträger für
Medizin: Drauzio Varella, brasil. Onkologe (Zitat):
"In der heutigen Welt wird fünfmal mehr in Medikamente
für die männliche Potenz und Silikon für Frauen investiert als für
die Heilung von Alzheimer Patienten. Daraus folgernd haben wir in
ein paar Jahren alte Frauen mit großen Titten und alte Männer mit
hartem Penis, aber keiner von denen kann sich
... daran erinnern wozu das gut ist."

Freitag, 21. Mai 2010

Kein Sex vor sportlichen Leistungen?

Männer schaukeln sich immer gegenseitig auf - Sex vor dem Sport gehe gar nicht, jeder ist enthaltsam in der Nacht vorher, denn der Sex bewirke, dass die Leistung am Tag danach schlechter sei. Auch ich durfte mich mal nicht vergnügen, als ein sportlicher Event bevorstand... Fand ich gar nicht witzig...

Jetzt kann ich aber mit gutem Gewissen sagen, dass diese Aussagen von wegen schlechterer Leistung Schauermärchen sind: 

"Heute zwingen die Traininer ihre Schützlinge kaum noch zur totalen Abstinzenz vor dem Wettkampf. Denn unbestritten ist: Sex erhöht die Ausschüttung der Geschlechtshormone. Bei Männern kann die Extraportion Testosteron mehr Kampfgeist bewirken. Beim Sex werden auch stimmungsaufhellende Hormone freigesetzt. Diese senken unter anderem die Toleranzschwelle für das Schmerzempfinden."

Also Männer: geht ran (wenn ihr könnt)!!!

Freitag, 14. Mai 2010

Neue Erfindungen..

.. oder was Forscher so den ganzen Tag treiben!

Was wohl noch so alles kommen wird?! Egal, ich finds toll=)